Unterdießen

Der Bahnhof Unterdießen an der Kilometermarkierung 12,7 war ein Kreuzungsbahnhof auf der Fuchstalbahn, wo sich einst die ETAs 515 mit anderen ETAs und den BR212, oder umgekehrt, kreuzten. Obwohl der Bahnhof sich ca. 1 Kilometer von der Ortschaft entfernt befindet, hat er eine stattliche Größe. Das Bahnhofsgebäude hatte einen Schalter- und Warteraum im Erdgeschoß. In einem kleinen gemauerten Anbau befand sich das Stellwerk. An der Südseite des Gebäudes befanden sich die Toiletten, gleich anschließend folgt die Güterhalle. Das Gütergleis ging direkt am Bahnhofsgebäude vorbei und dann kamen erst die Gleise der Fuchstalbahn. In den 70er Jahren wurde der Bahnhof abgestuft zu einer Haltestelle und das zugehörige Personal wurde abgezogen.

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Im Bild: Bahnhof um 1940; Foto: DB

Die freigewordenen Diensträume nutzte eine zeitlang die Fa. Mahler als Büro, bis die Räumlichkeiten der Familie Wagner überlassen wurden. Als der Bahnhof nur noch „Haltestelle“ war, reichte ein schmuckloser Unterstand mit Plexiglaswänden aus, damit die Fahrgäste einigermaßen von Wind, Regen und Schnee geschützt waren. Als 1984 die Strecke stillgelegt wurde, ist das Überholgleis sowie das Abstellgleis zurückgebaut worden. Lediglich ein Werksanschlussgleis existiert heute noch zur Firma Mahler, die sich im südlichen Teil des Bahnhofes angesiedelt hat. Dieser Weichenbereich wurde neu geschaffen, damit sich im Bahnhofsbereich keine Weiche mehr befindet. In dem Buch vom „Netzbahnhof Buchloe“ kann man noch auf einem Bild aus dem Jahre 1983 die Größe des Bahnhofes erkennen.

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Nördlich des Bahnhofsareals befindet sich ein nicht gesicherter Bahnübergang. An dem Bahnübergang befindet sich ein Haus, daß wohl einst der Schrankenwärter oder anderes Bahnhofspersonal bewohnt hat. Gegenüber des Bahnhofes steht die noch im Betrieb befindliche Bahnhofsrestauration, wie es fast an jeder Haltestelle zu sehen ist. Diese drei Häuser waren die einzigen Häuser im Umkreis von einem Kilometer.

Weitere Fotos:

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Der ehem. Bahnhof vom nördlichen Bü aus gesehen…

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… und von Süden her.

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