Asch-Leeder

Vor knapp 120 Jahren hatte man bei der Planung der Eisenbahn aus Gründen der Gleichbehandlung den Bahnhof auf die Flurgrenze zwischen den beiden Orten gelegt, somit beträgt der Abstand zum Dorfzentrum jeweils etwa 1500 Meter. Das Bahnhofsgebäude hatte den gleichen Baustil, wie das von Unterdießen, jedoch ohne Vorbau auf der Gleisseite (siehe Bild von 1941). Bereits 1976 befand sich dieses Gebäude in einem ziemlich desolaten Zustand. Zwischen dem Hauptgebäude und der Güterhalle bestand ein kleiner Zwischenbau, wo bereits der Kamin im oberen Drittel gespalten ist. Neun Jahre später (1985) war das Gebäude abgerissen, aber der kleine schmale Bahnsteig mit einem Ausweichgleis waren noch vorhanden. Wo einst das Bahnhofsgebäude stand, ist jetzt ein freier Platz, wo sich nur noch ein Verteilerkasten für Strom befindet, mit dem man Akku- und Dieseltriebwagen über Nacht warmhalten kann.

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Der Bahnhof im Jahr 1941.

Bis zur Stillegung der Strecke war noch reger Schülerverkehr am Bahnhof zu verzeichnen.

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Der letzte Personenzug auf der Fuchstalbahn

Der ehemalige Bahnhof Asch/Leeder an der Kilometermarkierung 16,9 wurde im Jahre 1978 abgerissen und es existiert heute nichts mehr, was auf einen Bahnhof hinweist. Als die letzte Personenbeförderungsfahrt stattfand, war das Bahnhofsgebäude bereits seit einigen Jahren dem Erdboden gleichgemacht worden. Im obigen Bild ist die letzte Fahrt mit einem Personenzug zu sehen, die mit ETA 515 014-8 und noch zwei weiteren gefahren wurde. Bei dieser Fahrt fuhr ein Zug von Landsberg nach Asch-Leeder und der andere kam von Schongau. Im Landgasthof Blätz wurde der Abschied vom Personenverkehr mit den Lokführern und dem dazugehörigen Personal ausgiebig gefeiert (Danke an den Landgasthof Blätz, wo sich noch Bilder im Familienbesitz von der letzten Fahrt befinden). Anschließend ging die Fahrt wieder zurück.
Die am Bahnhof befindliche Bahnhofsrestauration ist geblieben und ist heute ein beliebtes Ausflugsziel. Die Gaststätte wurde in den letzten Jahren grundlegend saniert und nennt sich heute „Landgasthof Blätz“.

Lediglich ein Abstellgleis ist noch in Betrieb, das durch die „Augsburger Localbahn“ für Gütertransporte von der angrenzenden Holzverarbeitungsfirma Pröbstl rege genützt wird.
Der neue Bahnübergang in Km 11,173, an der Staatsstraße 2055 – Seestall nach Asch, wurde im Juli 1975 mit einer Halbschranke und Blinklicht in Betrieb genommen.

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Links das Anschlussgleis, oben rechts ist das Firmengelände zu sehen.

Bürgermeister Franz Haibel könnte sich durchaus auch einen Haltepunkt „Fuchstal“ vorstellen, da man über genügend Flächen für ein „Park&Ride“-System verfüge und somit eventuell auch Bahnkunden von der östlichen Lechseite ansprechen könne.

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Entladen eines Güterwagens in Asch-Leeder.
Foto: Stefan Geisenfelder

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